Patenpferde

Patenpferde

Möchten Sie einem Pferd helfen?

Möchten Sie einem Pferd helfen? Möchten Sie dafür sorgen, dass im Stich gelassene Pferde einen Platz auf der Pferdeweide erhalten und artgerecht leben dürfen? Ist Ihnen die Unterstützung dieser Lebewesen wichtig und ein echtes Anliegen? Sind Sie bereit, einen bestimmten Betrag für diese Tiere einzusetzen?
Dazu finden Sie bei uns individuelle Möglichkeiten.

Was ist ein Patenpferd

Bei den allermeisten unserer Pferde sorgt die Besitzerin oder der Besitzer für den finanziellen Unterhalt. Aus den verschiedensten, mitunter unvorhersehbaren Gründen, ist es möglich, dass diese Kosten plötzlich nicht mehr gedeckt sind. Die betroffenen Pferde sind dieser Situation absolut unschuldig ausgesetzt und müssen unter Umständen die letzte tragische Konsequenz tragen. Ohne Unterstützung durch Dritte bedeutet ein solcher Vorfall oft das Allerschlimmste.

Doch das muss nicht sein: über die Plattform der Pferdepatenschaft ermöglichen wir mit unserem Team einer Stute oder einem Wallach, weiterhin in dieser wunderbaren Herdehaltung leben zu dürfen.

Wie werden Sie Pferdepate

Sobald Sie sich entschieden haben, einem Pferd finanziell zu helfen, gibt es verschiedene Wege, dies zu tun:

  • Einmalige Spende
  • regelmässige Beteiligung am Unterhalt
  • Übernahme des Pferdes

Auf diesem Weg konnten wir bereits mehrere Pferde retten. Jedes weitere dieser Tiere wird Ihnen für ihr Angagement sehr dankbar sein und Ihnen beim gelegentlichen Besuch bestimmt ganz besonder Freude bereiten!

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir beraten Sie gerne im Detail über ihre Möglichkeiten.

Auf der Suche nach einem Paten: Stute Nubia

Nubia ist eine 24 jährige sardische Angloaraberstute, welche ich 2002 aus schlechter Haltung gerettet habe. Damals lebte ich noch in Italien.Sie hatte ein ca. 4 cm hohes und ca. 2 cm breites hartes Hämatom auf der Rückenlinie und war voller Schmerzen, verursacht von einem zu grossen und nicht passenden Westernsattel, der dauernd auf diesesHämatom drückte. Durch die Schmerzen hat sie beim Reiten den Rücken weggedrückt und den Kopf hochgenommen. Scheinbar liess sie sich nur bremsen, indem man sie seitlich stellte. Dem allem wurde abgeholfen mit einem noch schärferen Gebiss, Kinnkettchen und Ausbindern – ein Teufelskreis. Ich musste ihr einfach helfen und habe sie dann ein Jahr lang einfach Pferd sein lassen. Danach habe ich mit Bodenarbeit angefangen und sie auf gebissloses Reiten umgestellt, was wunderbar funktioniert hat, auch das Bremsen. Leider hat sie sich 2006 eine Hufrollenentzündung an beiden Vorderhufen zugezogen und seitdem reite ich sie nicht mehr.  Dank alternativen Heilmethoden konnte diese aber soweit auskuriert werden, dass sie schmerzfrei ist und gut damit umgehen kann.An Lebensfreude und Lebensmut fehlt es ihr jeden Fall nicht.

 

Wie schon gesagt, habe ich 10 Jahre in Italien gelebt. Als ich 2002 auswanderte, hatte ich neben meinen Katzen, meine Cheyenne (mein erstes eigenes Pferd  – es war Liebe auf den ersten Blick) mit dabei. Einen Monat nachdem ich angekommen war, ist Shiva auf die Welt gekommen, ein wunderschönes Fuchsstutfohlen. Eine Überraschung, da, trotz mehrmaliger tierärztlicher Kontrolle, keine Trächtigkeit bestätigt worden war. Seit 6 Jahren bin ich nun wieder in der Schweiz zu Hause. Cheyenne (23 Jahre) und Shiva (16 Jahre) leben in einem tollen Offenlaufstall mit Padocktrail und Nubia ist seit meiner Rückkehr auf der Altersweide in Hasle bei Rüegsau.

3 Pferde in der Schweiz zu versorgen, ist finanziell fast nicht möglich. Die Pferdehaltung (Heu, Stroh, Tierarzt etc.) kostet in der Schweiz ein Vielfaches wie in Italien.

Bis jetzt habe ich das irgendwie finanziell immer gerade so hinbekommen, immer in der Hoffnung, dass keine grössere finanzielle Belastung kommt, sei es durch Tierarztkosten oder andere nicht vorhersehbare Kosten im Leben. Jetzt ist leider genau so einen Situation eingetreten. Meine jüngere Stute, Shiva, ist an Hufrehe erkrankt und wurde auch ein paar Tage in der Pferdeklinik hospitalisiert. Es sieht zwar recht positiv aus, aber der Heilungsverlauf kann sich noch lange hinziehen und man weiss nie, ob es zu Rückfällen kommt.

Auch  mein anderes Pferd, Cheyenne, wird älter und braucht vielleicht eher mal tierärztliche oder andere therapeutische Hilfe, ebenso wie meine älteren Katzen. Ich bin jetzt einfach an einem Punkt angelangt, wo ich das finanziell nicht mehr stemmen kann. Ich habe, trotz einfachem Lebensstil, keine Rücklagen, wie ich sie jetzt brauchen würde. Diese Situation belastet mich enorm und verschafft mir schlaflose Nächte.

Ich habe in den letzten Jahren immer wieder versucht, für Nubia einen guten Lebensplatz oder Paten zu finden, eben, um meine finanzielle Belastung zu verringern, bis jetzt leider erfolglos.  Ich habe auch Kontakt mit diversen Lebenshöfen aufgenommen. Leider sind diese auch alle am Limit und können momentan keine weiteren Pferde aufnehmen.

Vielleicht erreiche ich auf diesem Weg Pferdefreunde, die bereit sind, eine Patenschaft für Nubia zu übernehmen, damit sie weiterhin gut versorgt ihren wohlverdienten Lebensabend auf der Weide verbringen kann. Oder es gibt jemanden, der ihr bei sich einen schönen Lebensplatz bieten möchte, dann würde mich das ebenfalls von Herzen freuen.

Vielen herzlichen Dank.

Barbara Christen